Jugendliche gezielt fördern
Eine Vielzahl von Jugendlichen verlässt die Schulen ohne konkrete Perspektiven für ihre berufliche Zukunft. Arbeitsmarktpolitik, Schule und Jugendhilfe liefern über konkrete Angebote Orientierung, Hilfe und Unterstützung. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf präventiven Hilfen, die dazu beitragen sollen, dass junge Menschen erst gar nicht aus dem Regelsystem von Schule, Ausbildung und Beschäftigung herausfallen. So werden Schülerinnen und Schüler, deren erfolgreicher Schulabschluss gefährdet ist, in besonderen Lerngruppen zusammengefasst und gezielt gefördert, durch Beratungsstellen der Jugendsozialarbeit unterstützt, in Projekten für schulmüde Jugendliche wieder zum Lernen motiviert.
Das Projekt „Betrieb und Schule“ – BUS
Um dieses Fördernetzwerk noch zu verbessern, wurde von der Landesregierung NRW das Projekt Betrieb und Schule - BUS - entwickelt. Es zielt darauf ab, benachteiligte Jugendliche rechtzeitig bei der Berufs- und Arbeitsplatzwahl zu unterstützen. So kann drohender Arbeitslosigkeit schon vor dem Übergang von der Schule in den Beruf vorgebeugt werden. Schule, Jugendhilfe und Arbeitsmarktpolitik wirken hier zusammen, um diesen Jugendlichen frühzeitig passgenaue Übergänge in den Beruf zu ermöglichen. Jugendliche mit absehbar schwierigem Schul- und Berufsverlauf werden durch die Kombination schulischen Lernens mit betrieblicher Erfahrung in Förderpraktika auf den Übergang in Ausbildung oder Beschäftigung vorbereitet. Das Modellprojekt BUS wird seit dem Schuljahr 2001/2002 in NRW erprobt. Im Schuljahr 2004/05 können über 4.000 Schülerinnen und Schüler daran teilnehmen. Die Auswertung des Schuljahres 2002/03 hat ergeben, dass 42,5% der Jugendlichen aus BUS-Lerngruppen der Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt gelang.
Wer kann BUS nutzen?
Mitmachen können Jugendliche im letzten Pflichtschuljahr, die die Schule – zum Teil nach mehrfacher Wiederholung einzelner Schuljahre – ohne Perspektiven für ihre berufliche Zukunft verlassen würden. Im Schuljahr 2004/05 wird BUS an Hauptschulen, Gesamtschulen und Sonderschulen für Lernbehinderte oder Erziehungshilfe angeboten.
Was soll erreicht werden?
Ziel ist ein nahtloser Übergang in Ausbildung oder Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt im Anschluss an das letzte Pflichtschuljahr.
Weitere Informationen bekommt man beim Bildungsportal NRW, das auch die Quelle für den obigen Textauszug ist. |